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Es gibt auf der ganzen Welt etwa 193 Schulen, die von Benediktinern oder
Zisterziensern betrieben werden. Insgesamt werden dort von ungefähr 8150
Lehrern circa 131 000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Von den Lehrern
insgesamt ist ein knappes Zehntel klösterliche Lehrkräfte.
Zahlenmäßig wird der weitaus größte Teil der Schulen immer noch in Europa betrieben. Gleichzeitig habe ich mit dieser Folie auch versucht, deutlich zu machen, wie unser Informationsstand bezüglich der Schulen ist. Wenn wir eine Schule in unserer Datenbank bzw. auf der Website führen, bedeutet das, dass wir minimal den Namen der Schule sowie den Ort wissen, meistens auch mehr Details der Adresse. Beispielhaft habe ich dann nachgesehen, bei wie vielen dieser Schulen wir auch eine Information über die Zahl der Schüler haben; die Zahl dieser Schulen ist in der Grafik mit "with information" gekennzeichnet. Man muss sich aber darüber klar sein, dass z.B. Informationen über den Schultyp bzw. über die Frage ob es sich um eine koedukative Schule handelt, bei einem noch geringeren Anteil der Schulen vorhanden ist. Außerdem haben wir keine Information darüber, wie aktuell jeweils die vorhandenen Daten sind.
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Distribution of Schools by Continent
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| Sowohl was die Zahl der Schulen, als auch die Zahl der Lehrer und Schüler angeht, haben wir seit der der letzten Konferenz in Sao Paulo eine deutliche Steigerung zu vermelden. |
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| In Europa gibt es ein alte Tradition, Benediktinerschulen als Internatsschulen zu betreiben. Zumindest für Deutschland kann ich sagen, dass es in den letzen zwei Jahrzehnten einen deutlichen Trend unter den Eltern gegeben hat, ihr Kind nicht auf eine Internatsschule, sondern eine Tagesschule zu geben. In der Folge sind viele Internatsschulen zumindest auch für Tagesschüler geöffnet, wenn nicht sogar in Tagesschulen umgewandelt worden. Nennenswerte Anteile von Internatsschulen gibt es heute nur noch in Europa und Nordamerika. In engem Zusammenhang damit muss auch die Frage der Koeduaktion gesehen werden. Eine reine Internatsschule wird in der Regel auch als nicht koedukative Schule geführt. |
Day School or Boarding School
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Wichtig für die Interpetation der Grafik ist, dass Schulen, bei denen keine
Information über die Frage der Koedukation vorliegt, als nicht-koedukative
Schule geführt werden.
Daher kann man sagen, dass nur noch in Australien noch die Typ der nicht koedukativen Schule überwiegt, in den anderen Kontinenten sind koedukative Schulen zumindest gleich häufig bzw. in der Überzahl |
Coeducation
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| Die Frage, ob hauptsächlich Jungen oder Mädchen in den Ordensschulen unterrichtet werden, hat sicher wesentlich mit der Ordensgeschichte auf den einzelnen Kontinenten zu tun: Während in Australien fast ausschließlich Mädchen unterrichtet werden, ist in den anderen Kontinenten das Verhältnis annähernd ausgegeglichen; der Jungenanteil ist in Südamerika am größten. |
Percentages of female and male Pupils
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| Obwohl die meisten Schulen in Europa betrieben werden, ändert sich das Bild, wenn man die Zahl der unterrichteten Schüler zugrundelegt. Jetzt sieht man, dass insbesondere durch die großen Schuleinheiten auf den Philippinen der größte Teil der in Benediktiner- und Zisterzienserschulen unterrichteten Schüler in Asien zuhause ist. Europa spielt in dieser Hinsicht keine untergeordnete, aber doch zweitrangige Rolle. |
Number of Pupils per Continent
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Bei der Zahl der unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer ist trotz der geringeren
Schülerzahl Europa wieder führend. Zu beachten ist außerdem, dass trotz sehr
unterschiedlicher Schülerzahl die Zahl der Lehrenden in Nordamerika und Asien
etwa gleich groß zu sein scheint. Allerdings muss man hier sehen, dass die
Angaben in der Datenbank relativ unvollständig sind. In Wirklichkeit wird die
Zahl der Lehrer in Südamerika und in Asien deutlich höher sein. Was in der
Datenbank sicher auch nur unzureichend berücksichtigt ist, ist die Tatsache,
dass in verschiedenen Ländern der Anteil der Vollbeschäftigten unter den
Lehrenden unterschiedlich hoch ist.
Interessant ist es, einmal die Zahl der Schüler in Relation zur Zahl der Schulen sowie zur Zahl der Lehrer zu sehen: |
Number of Teachers per Continent
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Hier wird deutlich, wie unterschiedlich die Schulsysteme in Europa und Nordamerika besonders im Vergleich zu denen in Asien, aber auch in Südamerika sind. In Europa herrschen kleine Einheiten mit einer durchschnittlichen Schülerzahl etwa um 500 Schüler vor, während die Schulkomplexe vor allem in Asien deutlich größer sind. Ein Grund dafür liegt sicher im unterschiedlichen Spezialisierungsgrad der Schulen: Während eine Reihe von Schulen in Europa nur wenige Altersstufen umfassen, z.B. von 6 - 10 Jahren als typische Primarschule oder von 11-18 Jahren als Sekundarschule, um einmal die deutschen Bezeichnungen zu gebrauchen, umfassen die Schulsystem z.B. auf den Philippinen unseren Angaben zufolge in der Regel alle Altersstufen von 4 bis über 20 Jahren. |
Average Number of Pupils per School
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Diese Graphik ist provozierend, aber sie ist so, wie sie sich direkt aus der Datenbank ergibt, Gott sei Dank falsch. Der Grund ist darin zu suchen, dass bei einem überproportional großen Anteil von Schulen aus Afrika, Asien und Südamerika zwar Informationen über die Schülerzahl, nicht aber über die Zahl an Lehrern vorliegen. Auf diese Weise kommt ein deutlich zu hoher Quotient zustande. Trotzdem ist der dargestellte Trend sicher richtig: Die Lehrerversorgung der Schulen in Australien, Europa und Nordamerika bewegt sich auf einem annähernd gleichen, zufriedenstellenden Niveau, während in den anderen Kontinenten, insbesondere in Afrika, noch deutlicher Verbesserungsbedarf besteht |
Average Number of Pupils per Teacher
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Heinz-J. Plugge
© ICBE; Last change: 13.11.05